Freiwillige Feuerwehr Frankenheim

125 Jahrfeier



Am 20./21. Juni 2009 hattte die Freiwillige Feuerwehr Frankenheim ein großes Jubiläum.
Sie feierte ihr 125 jähriges Bestehen.

Hier finden sie die Grußworte des Bürgermeisters, des Landrats, des Ortsbrandmeisters ,des Kreisbrandmeisters und des Ortspfarrers.




Grußwort des Ortspfarrers
 
Sehr geehrte Damen und Herren,                    
„Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr’!“ – diesem alten Motto fühlen sich wohl alle Feuerwehren irgendwie verpflichtet. Kaum eine Feuerwehrfahne, die nicht als festliche Umschrift diesen Wahlspruch trägt.
Eine Antwort auf die Frage danach, wem Menschen sich verdanken und worauf sie ihr Leben gründen. Menschen geben Gott die Ehre – sie geben dem ein Stück Dank zurück, der sie wie die ganze Erde ins Leben rief, ihnen das Leben erhält und zu dem Leben einmal zurückkehren wird.
Menschen sehen den anderen Menschen als Nächsten.
Wenn ich darüber nachdenke, was eine Feuerwehr für mich im Kern bedeutet, dann ist es eben genau dies: ich sehe den anderen als Menschen, der mir zum Nächsten wird, der mir also im wahrsten Sinn des Wortes nahe ist. Wer neben mir lebt, kann mir nicht gleichgültig sein.
Wenn man zu einem Jubiläum wie diesem in die alten Bücher schaut und sich – besonders auch in der Chronik des Pfarramtes – die Gründungsgeschichte der Frankenheimer Feuerwehr vor Augen führt, dann geschieht in dieser mehr als die Umsetzung einer herrschaftlichen Anordnung: es geschieht tätige Liebe zum Nächsten, zum Nachbarn, zum Menschen neben mir. Und das besonders in Not, also da, wo es brennt.
Wir sollten die Gelegenheit nutzen und danach fragen, ob wir auch heute zu einem solchen Dienst bereit sind: Ist denn jemand da, wenn es brennt?
Brände müssen dabei ja nicht immer etwas mit Feuer zu tun haben. Brände sind auch Flammen, die das Miteinander in einem Ort zerstören, Neid, das Alleinbleiben mit alltäglichen oder außergewöhnlichen Sorgen
Der Einsatz für andere – für die Nächsten – und damit auch für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl geht immer mehr zurück. Das ist eine traurige Beobachtung. Und auch ein Jubiläum sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass Nachwuchs nur schwer zu finden ist und Verlässlichkeit eine seltene Tugend wurde.
Aber ein Jubiläum kann doch auch ein Ausgangspunkt sein zur Neubesinnung auf einen alten Wahlspruch. Ich hoffe, dass die Freiwillige Feuerwehr Frankenheim ihren Dienst so versteht und damit im positiven Sinn ansteckend wirkt.
Wenn wir uns für unser Gemeinwohl – kurz: Gemeinde – einsetzen tun wir damit immer beides: Gott die Ehre geben und dem Nächsten dienen.
Wenn wir dabei weiter kommen wäre das ein viel größerer Grund zum Feiern.

Dem 125-jährigen Feuerwehrjubiläum wünsche ich auch im Namen der Kirchgemeinde und als Kamerad ein gutes Gelingen, einen friedlichen und fröhlichen Verlauf und Gottes Segen.


Alfred Spekker, Pfarrer in Frankenheim und Birx

Grußwort des Bürgermeisters


Sich immer wiederholende Brände in Dörfern und Städten, aber auch die ständige Angst der Bevölkerung vor kriegerischen Ereignissen und welche meist mit Brandschatzungen endeten, prägten die Jahrzehnte vor den massenhaften Gründungen von örtlichen Feuerwehren.
Oft nur ausgerüstet mit Ledereimern, Äxten und Feuerhaken wurden sie doch geradezu militärisch, aber gut ausgebildet.
Mussten unsere Vorfahren noch mit o.g. Gerätschaften dem Brand zu Leibe rücken,
ist im Verlaufe von über hundert Jahren auch bei uns eine sichtbare Verbesserung eingetreten.
Modernste Löschtechnik, schwerer Atemschutz, effiziente Kommunikationstechnik bis hin zu Ifex 3000 erfordert von jedem Feuerwehrkameraden ein Optimum an physischer und psychischer Fitness.
Darum ist es gut und richtig schon die jüngsten auf ihren späteren Dienst in der Feuerwehr vorzubereiten. Dies gelingt unserer Wehr dank engagierter Kameraden seit 40 Jahren in vorbildlicher Weise.
Unsere FFW war und ist eine präsente und anerkannte Institution in unserem Ort,
auch weil sie sich stets bei kommunalen und kulturellen Ereignissen aktiv mit einbringt.
Sie erfreut sich deshalb höchster Anerkennung bei der einheimischen Bevölkerung und erstaunter Bewunder anderer Kameraden- auch aus Bayern und Hessen.


Unsere Kameraden der FFW werden Ihnen, liebe Gäste anlässlich ihrer Festveranstaltung zum 125jährigen Jubiläum am 20./21. Juni 2009
eindrucksvoll beweisen, dass sie auch in der Lage sind, dieses Fest zu einem Glanzpunkt der kulturellen und lukullischen Gastlichkeit werden zu lassen.

Danken wir ihnen ihr langjähriges Engagement, ihren Einsatzwillen um den Schutz unseres Lebens und Eigentum mit hohen Besucherzahlen.

Den Gastgebern und ihren Gästen aus nah und fern wünsche ich eine würdige, fröhliche und kameradschaftliche Festveranstaltung.

Ein herzliches Willkommen allen Besuchern  im Gesunden Dorf Frankenheim !



Manfred Abe
Bürgermeister



Grußwort des Kreisbrandmeisters
Bereich 6 Thomas Ritz



Liebe Kameradinnen und Kameraden, Eurer Freiwilligen Feuerwehr Frankenheim kann in diesem Jahr ihr 125. Gründungsjubiläum feiern. Ich gratuliere Euch zu diesem besonderen Jubiläum auf das Herzlichste und spreche Euch gleichzeitig Dank und Anerkennung für die ständige Einsatzbereitschaft und Euer hohes persönliches Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in Eurem Ausrückebereich aus.
In unserer heutigen Zeit, in der immer Wenigere bereit sind, für die Allgemeinheit unentgeltlich und freiwillig Dienst am Nächsten zu tun,
erscheint es mir besonders wichtig, den selbstlosen Einsatz der Feuerwehrleute hier an dieser Stelle hervorzuheben und der Mannschaft der FFW Frankenheim für die bisher geleisteten Dienste Dank zu sagen. Die Aufgaben der Feuerwehren sind heute vielfältiger geworden. Diese Tätigkeiten drücken sich aus in : retten - löschen - bergen - schützen. Wichtig ist das Gerät, wichtiger die Hand die es führt, am wichtigsten aber ist der Geist, der die Hand lenkt.

Möge dieser Geist bei den Feuerwehren erhalten bleiben. Dann ist es auch in Zukunft um die Sache der Feuerwehr gut bestellt.



Grußwort des Ortsbrandmeisters 
 
                                             
Vor 125 Jahre, also 1884, entschlossen sich einige mutige
Frankenheimer, auch auf Druck der großherzoglichen Bezirksdirektion, eine tatkräftige Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Diese hat sich bis heute erhalten und natürlich weiterentwickelt, um Brände zu verhüten und im Notfall effizient helfen zu können, den Feuerwehr ist mehr als ein Job, da die Feuerwehrleute viele Spezialtätigkeiten beherrschen und ausführen müssen. Das feste Band, das den Einsatz und die Hilfsbereitschaft zusammenhält, ist die unbezahlbare Kameradschaft, deshalb war und ist die Pflege der Beziehungen untereinander für mich ein großes und wichtiges Anliegen. Durch Kameradschaftsabende, Besuche von Feuerwehrfesten, Ausflüge usw., konnten die „Profis“ auch mal abschalten und auf andere Gedanken kommen, um im ansonsten ernsten Einsatz- Alltag auch mal Spaß und Freude empfinden zu können. Natürlich müssen wir auch – und das ist angesichts der demographischen Entwicklung und anderer Faktoren ein ganz zentrales Ziel – die Leistungsfähigkeit unseres besonderen Feuerwehrsystems erhalten. Obwohl z.B. Brandschutzerziehung gesetzlich verankert ist, muss das Bewusstsein für die Aufgaben und Fähigkeiten der Feuerwehr noch gesteigert werden. Schon deshalb ist es unser wichtigste Aufgabe für die Zukunft, dass unsere Kinder und Jugendlichen für die Faszinationskraft des Feuers sensibilisieren, dabei aber auch alle anderen hoheitlichen Aufgaben der Feuerwehr nicht zu vergessen. Eins noch: Ehrenämter mit freiwilligem Dienst sollten stets einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Leider wird hier und da eine andere Ansicht vertreten – Schade. Aber kein Unternehmen kann diese Dienste kostengünstiger und effektiver ausführen!

Einen herzlichen und aufrichtigen Dank an alle Feuerwehrkameraden und ihren Angehörigen, für die geleistete Arbeit in unserer Heimatgemeinde und für die Zukunft immer eine feste Kameradschaft und stetige Hilfsbereitschaft bei bester Gesundheit wünscht

Ortsbrandmeister Manfred Heim    Frankenheim, im Juni 2009


               Grußwort des Landrates